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Lieblingsplatz Gabriel

Magische Orte

Die magische Insel am Bach, das geheime Versteck unter der Lärche, der große Stein im Garten, von der Mittagssonne aufgewärmt. Seit ich denken kann, habe ich sie und besuche sie immer wieder, meine Lieblingsplätze. Aber was macht einen richtig guten Lieblingsplatz aus?

Es gibt Menschen, die das untersucht haben, Rainer Brämer ist einer von ihnen. Als Natursoziologe erforscht er in erster Linie die Wirkung des Wanderns auf den Menschen. Dabei hat er herausgefunden, dass es ein archaisches Gefühl der Menschen für „gute Plätze“ gibt.

„Wir fühlen uns wohl, wenn die Landschaft überschaubar ist und viele Aussichten bietet“ fasst Brämer zusammen. Sicherheit spielt eine große Rolle – im tiefen Dickicht fühlen sich die meisten Menschen unwohl, ein Platz mit Panorama hingegen wird als angenehm empfunden. Da sieht man gleich herannahende Feinde – und auch, was man jagen und sammeln könnte.

Bei Naturführungen ist es immer wieder spannend, welche Plätze die Kinder zum Beobachten, Bauen oder Verweilen aussuchen. Da gibt es selten Diskussionen und viel „gemeinsames Gefühl“, auch in schwierigen Gruppen.

Mein aktueller Lieblingsplatz ist mein altes Sofa auf der Terrasse. Der Platz auf ihm wäre sicher auch schon für eine/n Neandertaler/in angenehm gewesen: Rundumblick in den Garten und ins Lechtal hinein, Berge rundherum, den Eingang meines Baus im Rücken. Hier sitze ich in der Loge beim Vogelkonzert am Morgen. Am Abend jagen Fledermäuse auf der 360-Grad-Leinwand um die Wette. Fast and furious! Eines Abends hatte ich hier still sitzend sogar eine entfernte Dachsbegegnung.

 

Mit den Kindern bin ich gerade auf der Suche nach Lieblingsplätzen am Lech. Wir radeln uns Abschnittweise den Flusslauf entlang, beobachten unterwegs die Natur, kochen Nudeln auf dem Gaskocher und erfahren nebenbei, wie lang der Wildfluss ist und was diese besondere Landschaft erzählen kann. Unser erster Lieblingsplatz ist in der Nähe vom Naturparkhaus Elmen aufgetaucht!


Dieser Blog ist ein virtueller Lieblingsplatz von mir geworden. Das Tempo wird jetzt „schrittweise gelockert“: Zwei Beiträge bekommt ihr von nun an pro Woche. Und sobald etwas Brandheißes passiert – etwa wenn Nepomuk sich verpuppt – seid ihr die ersten, die es hier erfahren.

An dieser Stelle also vielen Dank für euer bisheriges Interesse, inklusive Inspirationen, Poesie und Lob! Es gibt eine Zeit nach der Krise. Und ich würde mich riesig freuen zu erfahren, wo eure Lieblingsplätze sind, was sie so magisch für euch macht.