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Abschuss Naturführerkurs 2021 – 21 neue Naturführerinnen & Naturführer!

 

Der Abschluss des Naturführerkurses 2021 gliedert sich in drei Teile. Der eher nüchterne schriftliche Abschluss ist ein einstündiger Test, der in feierlichem Ambiente im Gartenhotel Maria Theresia in Hall stattfindet. Die anschließenden Abschlussgespräche finden im natopia-Büro statt. Es werden die Abschlussarbeiten präsentiert und fachliche Hintergründe diskutiert.

 

 

Völlig entspannt wird es dann am Abend bei der Verleihung der Zertifikate im Botanischen Garten. Für die ausgezeichneten Erfolge gibt es Wildbienen-Nisthilfen als Präsente. Daniel lässt den Kurs mit einer Jonglier-Vorführung noch einmal vorbeiziehen. Gedichte werden verlesen und es wird auf die Erfolge angestoßen. Gerüchten zufolge wurde anschließend noch privat weiter gefeiert.

 

Liebe Naturführerinnen und Naturführer,

 

 will man die Natur so richtig verstehen,

kann man in die weite Welt hinaus gehen.

 

Muss man aber nicht, denn ganz im Vertrauen,

man braucht nur in Tirol genauer hinschauen.

 

Mit der Ausbildung zu NaturführerInnen

kann ein neuer Lebensabschnitt beginnen.

 

Ob aus Tutzing, Zürich oder aus Wien –

zwei fanden sogar vom fernen Ötztal aus hin.

 

Sie alle wollten die Natur in Tirol kennen lernen

und können von der Vielfalt der Lebensräume schwärmen.

 

 

Der Kursstart war hier im Botanischen Garten,

es begann mit der Bestimmung hochgiftiger Arten.

 

Die erste Regel – quasi Naturführer-Pflicht:

„Giftige Pflanzen isst man nicht“.

 

 

Am Lech und am Rissbach haben wir Monster gejagt.

Nur mit Sieb und Pinsel – das ist gewagt.

 

Nicht Wolf und Bär sind hier gemeint.

Nein, im Wasser suchten wir vereint.

 

Nach Schnakenlarven und Eintagsfliegen –

alle konnten wir sie kriegen.

 

Wir haben sogar den echten Bluatschink gesehen.

Nur Sir Henry könnte unsere Begeisterung verstehen.

 

Statt reglos unter Steinen zu verharren

machte unser Bluatschink Musik mit Gitarren.

 

 

Im Ötztal war der Wald das Thema.

die Vielfalt war ein durchgehendes Schema.

 

Eichenwald, Forchet oder Zirbenwald,

der Artenreichtum war auch hier geballt.

 

„Nicht alles zu wissen“ kann man hier leicht verzeihen.

Unterstützung kam vom Moos-Experten aus den eigenen Reihen.

 

 

Die Wiesen am Kaunergrat und in Gramais,

traditionelle Kulturlandschaft – erhalten durch viel Fleiß.

 

Unzählige wunderbar farbige Blüten

Scheiben, Stielteller oder glockige Tüten.

 

Die strahlende und duftende Blütenpracht

erfreut uns – und ist doch für die Bestäuber gemacht.

 

Stempel, Staubblätter und auch die Krone

sind durch die Lupe betrachtet nicht ohne.

 

Salbei, Thymian und Sommerwurz,

beim Pflanzen-Bestimmen ist die Zeit viel zu kurz.

 

 

An den Gewässer bei der Pflacher Au

ist die Vogelwelt eine Schau.

 

Fluss-Uferläufer und Fluss-Regenpfeifer

brüten am Lech hier voller Eifer.

 

Die prächtige Blauflügel-Prachtlibelle

ist eine gewandte Fliegerin, eine schnelle.

 

An der Vils ist die Wildnis eine Pracht –

vom Menschen renaturiert und vom Biber gemacht.

 

 

Vielfältig ist die Geologie im Dorfertal –

steil sind die Berge, nur die Schlucht ist schmal.

 

Mit Salzsäure, Geologenhammer und guten Ideen,

lässt uns Magnus die Entstehung der Gebirge verstehen.

 

Den Großglockner hatten wir stets im Blick

Adler und Steinbock trafen wir zum Glück.

 

Daneben noch den Spitzkiel und die Traganten,

die viele zuvor noch gar nicht kannten.

 

 

Begeisterung, Wissen und viel Empathie,

bei NaturführerInnen endet das nie.

 

Daniel und Wolfgang sind stolz auf die heutigen Ergebnisse!

Wir wünschen euch zahllose beglückende Natur-Erlebnisse.

WB Juli 2021