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Ist Der Schon Glatt?

VS Vils – Steine schleifen und betonieren

Beitragsserien: Geologie FAST

An einem Novembertag 2018, brrrrrrr da war es kalt! …..trafen wir uns  mit der 3. Klasse bei eisigen Temperaturen fast noch im Morgengrauen an der Vils. Wir hatten ein schönes Stück flussaufwärts zu gehen bis wir zu einer kleinen Schotterbank kamen, die uns ihre Steine zur Verfügung stellte, denn – jedes Kind sollte den schönsten Stein suchen, um daraus ein „Glanzlicht“ zu schleifen und zu polieren. Auch kleinere Steine, die wir beim Betonieren brauchen würden, nahmen wir in unseren Jackentaschen mit und durch die wunderbar berauhreifte Landschaft gingen wir flott zur warmen Schule.

Da ging es nun richtig zur Sache, denn vor allem beim Steineschleifen ist Ausdauer angesagt. Sabine und Werner erklärten uns bei ihren beiden Stationen in der Bücherei und dem Foyer, was genau zu tun sei.

Sand, Wasser und den Zement, den wir beim Besuch der Firma Schretter bekommen hatten, sollten ja zu einem betonierten Kerzenständer werden und Werner als Betonierprofi mixte eine geeignete Mischung zusammen, die die Kinder in ihre Tetrapackungen füllten und dann natürlich tagelang warten mussten, bis das Wasser das Gemenge wieder verlassen hatte und der Beton zu dem wurde, was man von ihm erwartet, nämlich steinhart zu sein.

Das Steineschleifen bei Sabine entpuppte sich als intensive Arbeit mit Wasser, den mit Diamantstaub bewehrten Schleifschwämmen und dem ausgesuchten Stein. Sabine sagte immer wieder: „Den Stein nicht streicheln, sondern fest reiben!“ Geduld war angesagt, die die Schüler und Schülerinnen aufbrachten und die sie am Ende mit glänzenden Ergebnissen belohnte! Das Alter der jeweiligen Steine brachte alle wieder zum Staunen und die Frage war, wer hat den ältesten Stein geschliffen? Die Bandbreite lag zwischen 180 und 90 Mio. Jahren, also alt waren sie sowieso alle.

Die Steine konnten gleich mit nach Hause genommen werden, die betonierten Kerzenhalter bekamen später noch etwas Zuwendung. Sie wurden von den Kindern lackiert und hübsch verziert und so konnte noch vor Weihnachten Glanz (von den Steinen) und Licht (im Betonkerzenhalter) heim getragen werden.