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Clemens Rosner 2 Kl

35 neue NaturführerInnen! – Abschluss des Tiroler Naturführerkurses 2019

Vor 10 Jahren wurden die ersten Tiroler NaturführerInnen ausgebildet. Mittlerweile gibt es über 230 – 35 davon sind 2019 dazu gekommen. Der formale Abschluss war eine Stunde schriftliche Prüfung und anschließend 20 Minuten `Expertengespräche´, bei denen unter anderem die Abschlussarbeiten präsentiert wurden.

Die feierliche Zertifikatsverleihung fand im Landhaus im Paris-Saal statt. Paris ist übrigens jener Jüngling aus der griechischen Mythologie, dem die Einbeere ihren wissenschaftlichen Namen verdankt!

  

Der stellvertretende Landesumweltanwalt Walter Tschon machte den NaturführerInnen das Angebot, künftig an kostenlosen Fortbildungen teilzunehmen. Vize-Landtagspräsidentin Stephanie Jicha und Überraschungsgast Umweltreferentin LHStvin Ingrid Felipe verliehen die Zertifikate. Danke allen Beteiligten für die langjährige Unterstützung des Naturführerkurses und viel Erfolg den neuen NaturführerInnen.

Liebe Naturführerinnen und Naturführer,

vor knapp drei Monaten im Botanischen Garten – konnten wir mit dem Naturführerkurs starten.

Von den Wüsten und Tropen im Glashaus – zogen wir in die Tiroler Schutzgebiete raus.

Ein Viertel der Landesfläche von Tirol – ist geschützt – das wissen Naturführer wohl.

Der Lech und der Rissbach sind wilde Gesellen – mit viel Geschiebe und auch seichten Stellen.

Eintagsfliegen, Strudelwürmer & Kriebelmücken, können jeden Freund der Vielfalt entzücken.

Der Wald ist viel mehr als ein finsterer Tann, weil man dort das Leben erforschen kann.

Wie wächst ein Baum und mit welchen Symbiosen? Das sind die Fragen – die wichtigen und großen.

Erdläufer, Samtmilbe und Pseudoskorpion, sind der fleißigen Forscher Lohn.

Die Wiesen mit all ihrer Blütenpracht – sind für Naturgeschichten-Erzähler gemacht.

Farbenprächtige Blumen und wilde Bienen – die unsere Aufmerksamkeit verdienen.

Das Gebirge ist ein rauer Ort, das erlebten wir in den Hohen Tauern dort.

Ein Unwetter mit Kälte, dann gleich wieder Hitze, die Anpassungen der Pflanzen und Tiere sind spitze.

Alpen-Spitzkiel und Kälte-Tragant, wer hat die beiden vorher gekannt?

Gämse, Steinbock und Murmeltier, sogar einen Gänsegeier erblickten wir.

Feldspat, Quarz und Glimmer, den Magnus vergisst man sicher nimmer!

Nach dem Naturführerkurs, so viel ist klar, ist einiges anders als es vorher war.

So viel erlebt, so viel neues Wissen, das wir nun langsam festigen müssen.

Einen Wunsch darf ich euch mit auf die Reise geben: Viel Spaß in eurem Naturführerleben.

WB Juni 2019